Eine hohe Türschwelle gehört zu den häufigsten Gründen, warum ein eigentlich passender Saugroboter nicht die ganze Wohnung erreicht. Entscheidend ist nicht nur die Höhe. Form, Breite, Oberfläche und Anfahrwinkel bestimmen mit, ob das Fahrwerk über den Übergang kommt.
Einzelkante und Doppelschwelle sind verschiedene Angaben
Bei einer Einzelkante muss der Roboter eine Stufe in einem Zug überwinden. Eine Doppelschwelle besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Kanten oder einer breiteren Geometrie, auf der das Fahrwerk zwischendurch aufsetzen kann. Hersteller geben dafür teilweise deutlich unterschiedliche Maximalwerte an. Diese Werte dürfen nicht miteinander vermischt werden.
Warum der Maximalwert keine Garantie ist
Ein Laborwert beschreibt eine bestimmte Prüfform. Eine schmale Metallschiene, eine abgerundete Holzschwelle und eine steile Natursteinkante mit gleicher Höhe verhalten sich unterschiedlich. Lose Leisten, glatte Oberflächen und ein schräger Anfahrweg erschweren die Überfahrt zusätzlich. Miss deshalb die höchste senkrechte Kante und fotografiere den Übergang möglichst von der Seite.
Modelle mit dokumentierten höheren Werten
Beim Roborock Saros 20 sind bis zu 45 Millimeter für eine Einzelkante und bis zu 88 Millimeter für eine passende Doppelschwelle erfasst. Der Dreame X50 Ultra Complete wird mit 42 beziehungsweise 60 Millimetern geführt. Beim Roborock Qrevo Curv sind 30 beziehungsweise 40 Millimeter dokumentiert. Vergleiche immer die zum eigenen Übergang passende Angabe.
Was du vor dem Kauf tun kannst
Miss jede problematische Schwelle einzeln. Prüfe, ob direkt davor genug Platz für eine gerade Anfahrt liegt. Bei knappen Übergängen kann eine feste, flach auslaufende Schwellenrampe sinnvoller sein als die Auswahl allein nach dem größten Herstellerwert. Sie darf nicht verrutschen und keine Stolperkante erzeugen.
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